Die Schönheit des Seins
- Bettina Grepmair
- 5. März
- 1 Min. Lesezeit
Eine Einladung zur Freiheit

Was, wenn es nichts zu tun gibt? Nichts zu erkennen, nichts zu finden, nichts zu verstehen? Nicht einmal, etwas zu erleben?
Kein bestimmtes Gefühl, keinen Zustand, keine vorübergehende Freude.
Weder der Wunsch danach, noch das Bemühen, irgendetwas zu erreichen.
Die Gewissheit, dass alles bereits ist. Es nicht ums Tun geht. Und doch alles getan wird.
Die Gewissheit, dass wir bereits sind.
Tiefer Frieden breitet sich aus. So vieles fällt weg. Prioritäten sortieren sich völlig neu. Vergangenheit und Zukunft treten außer Kraft.
Frei von Gemachtem oder Erdachtem offenbart sich reines Sein.
Klar. Wunderschön. Leer und unendlich erfüllt.
Gedanken, die definieren, kommentieren oder erklären, stören nicht. Sie tauchen auf und sind kurz darauf vergessen. Bis sie schließlich immer seltener in Erscheinung treten, in der Stille verblassen… Wer sollte sie beachten?
Gleichzeitig findet inmitten des Lebens Aktivität statt. Arbeiten und Alltägliches werden erledigt. Da sind Gespräche und Begegnungen. Bedürfnisse werden erfüllt, oder auch nicht.
Verschiedenste Gefühle zeigen sich, finden einen Ausdruck, wechseln sich ab.
Lebendigkeit, die strömt und bewegt. Immer wieder neu.
Ob Schweigen oder Worte, ob glücklich oder traurig, ob leise oder laut, ob schwer oder leicht - etwas ist die ganze Zeit über absolut still. Verändert sich nicht. Trägt. Hält.
Beseelt, nährt, beglückt… ist alles und nichts.
Immerwährend. Anfang und Ende zugleich.
Das Einzige, das Bestand hat.
Sein.



