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Vom Workshop "Die lichtvolle Verbindung zwischen Lehrer & Schüler"

Aktualisiert: 11. Jan.


Eine Begegnung von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz, von Seele zu Seele.



Es war Freitagabend, als der Workshop begann, zu dem Daniel einlud – mit dem besonderen Thema über die direkte Beziehung zwischen Lehrer und Schüler –, der diesmal ausschließlich in Präsenz stattfand.  


Nach und nach füllte sich das Praxishaus am Rande Münchens mit Schülern, die aus unterschiedlichen deutschen Städten, aus Österreich und Italien, anreisten. Die Stimmung wirkte herzlich und warm, aber auch etwas unruhig und geschäftig. Eine Art vorfreudige Gespanntheit lag in der Luft.



Wiedersehen


Langsam klangen die Unterhaltungen ab und etwa eine Viertelstunde, bevor der Workshop anfing, saßen die meisten bereits an ihren Plätzen. Sammelten sich im liebevoll hergerichteten und angenehm beleuchteten Praxisraum, rings um Daniels noch leeren Stuhl. Ich nahm vorne in der ersten Reihe Platz.


In aufrechter Sitzhaltung, auf einem Sitzkissen oder einem Stuhl, stimmte sich der Einzelne, meist schon mit geschlossenen Augen, auf das Wiedersehen und die bevorstehende Begegnung mit Daniel ein. Als kurz vor Beginn dann mehrere Schritte und Daniels Stimme am Eingang zu hören waren, hob es mein Inneres freudig an und auch die ruhige Atmosphäre im gesamten Raum füllte sich mit spürbar beschwingter Lebendigkeit.


Kurz darauf kam Daniel in den Praxisraum, begrüßte den einen und anderen mit leiser Stimme – wie ich seinem Flüstern entnehmen konnte – und hörbar heitere und dankbare Worte klangen zurück.


Zwischendurch wurde es wieder ganz still. Ein paar langsame, achtsame Schritte waren zu vernehmen, die dann wieder anhielten. Die Atmosphäre im Raum nahm spürbar weiter an Lebendigkeit zu und auch manch leichtes Schluchzen ließ die stille Berührtheit nicht immer verborgen bleiben. Gefühle, auch Tränen der Dankbarkeit und Erleichterung – wie ich es empfand –, die endlich Raum bekamen.


Als ich zur Seite blickte, sah ich, wie Daniel hinter Einzelnen stehen blieb, dort kurz still verweilte oder jemanden sanft berührte. Vorne dann, bei dem für ihn vorbereiteten Platz angekommen, kam mit strahlendem Gesicht ein: „Ich freue mich sehr, dass ihr alle da seid.“



Der spirituelle Lehrer Daniel Hertlein in der Begegnung und im Gespräch mit einzelnen Schülern während eines Workshops.



Herzenslebendigkeit & Gewahrsein


Nach einer kurzen Begrüßung und ein paar einführenden Worten begann Daniel den Abend mit einer geführten Meditation – wovon es hier drei kurze Hörproben gibt, um einen kleinen Einblick zu ermöglichen …



Hörprobe 1: Unser inneres Potential bejahenDaniel Hertlein

Hörprobe 2: Wahrhaftiges MitgefühlDaniel Hertlein

Hörprobe 3: Immer wieder neuDaniel Hertlein




"Wenn der Geist inaktiv ist -

nicht mehr an Bewusstseinsinhalten festhält und keine Trennung mehr schafft -

bist du dem Lebendigen ganz nahe.

Verlagere dich in dein Herz und du wirst dein Einssein mit dem, was ist, erleben.

Diese unmittelbare Herzenslebendigkeit schafft die besten Bedingungen

für das Aufgehen im Gewahrsein."


(Daniel Hertlein)




Daniels Worten in Meditationen zu lauschen, ist für mich wie ein inneres Gewecktwerden. Etwas erwacht, lässt sich an der Hand nehmen und hilft dabei, unterschiedliche innere Abläufe, Dynamiken, Tendenzen und Zusammenhänge klarer sehen und erleben zu können.




Größeres Verbundensein


Im Anschluss an eine kleine Pause, auf Daniels Frage hin:


„Was wollt ihr gerne teilen?“           


erzählte eine Schülerin – sichtlich berührt – von ihrem Erleben, als Daniel den Raum betrat, und was in ihr passierte, als er in ihrer Nähe war.



Schülerin: „Mir fällt auf, dass es so leicht ist – dass ich ein ganz natürliches Herzenserleben habe –, wenn du nur in der Nähe bist. Und dass das im Alltag oft nicht so klappt.

 

Dann frage ich mich, woran das liegt. An meiner Aufmerksamkeit? Denn wenn ich versuche, alles mehr aus meinem Herzen heraus zu erleben, gelingt mir das nicht so leicht. Als du aber vorhin den Raum betreten hast, erfassten mich sofort unendlicher Segen und Liebe.“

 

Daniel: „Warum meinst du, dass es dir hier leichter fällt?"

 

Schülerin: „Es muss etwas mit dir zu tun haben.“ (lacht)

 

Daniel: „Was meinst du, was der Grund ist – was passiert da zwischen uns?

 

Schülerin: „Es ist, als ob eine vorher gefühlte Trennung wegfällt und dann ist es nicht nur die Verbindung zu dir, sondern ein viel größeres Verbundensein, das ich erlebe.“

 

Daniel: „Kannst du das auch erleben, wenn du dich im Alltäglichen mit mir verbindest?“

 

Schülerin: „Ja, kann ich. Stimmt, das ist ein guter Punkt.“

 

Daniel: „Das ist interessant, oder? … dass es nicht die physische Nähe braucht, damit du es erleben kannst. Du hast die Aufmerksamkeit „dort“ und erlebst größeres Verbundensein. Wie kann das sein?“

 

Schülerin: „Es ist, als wenn die Liebe die Tür aufmacht. Und dann gibt es auch den Geist nicht mehr, der darüber nachdenkt, dass ich jetzt Liebe fühlen will oder so etwas – er ist weg.“

 

Daniel: „Dann kannst du verstehen, dass ein Lehrer, ein Meister oder wie auch immer wir es nennen wollen, wie eine Brücke ist. Bleibst du im Alltag mit der Aufmerksamkeit in dieser Verbindung, dann ist es kein „Ich verbinde mich mit einer Persona“.

 

Das Faszinierende bei einem Meister ist: Du verbindest dich mit ihm und es öffnet sich dein Herz, du fühlst Liebe – nicht für ihn, wie bei einem Verliebtsein – du fühlst Liebe für alles.

 

Das ist der Unterschied zwischen der Liebe zu einem Meister, der dich zur Verwirklichung führt … und dem, was du fühlst, wenn du in jemanden verliebt bist. Denn in der Liebe zu einem Meister – wenn wir bei dem Wort bleiben – öffnest du dich für die Liebe zu allem.

 

Sollte die Liebe zu einem Meister aber andere ausschließen, dann ist es entweder kein Meister oder du weißt noch nicht, wie du ihn lieben kannst. Und es besteht die Gefahr, dass du an dem Körper anhaftest und Abhängigkeit schaffst.

 

Wenn du in dem Meister nicht den Körper siehst, sondern dich mehr für dieses Gewahrsein interessierst, aus dem heraus er spricht, dann kannst du wirklich den Meister treffen … im Grunde dich/ dein wahres Selbst."




Die Fragen im Satsang reichten von scheinbar banaleren Alltagssorgen und Herausforderungen in zwischenmenschlichen Beziehungen, unbewussten Glaubenssätzen und inneren Kämpfen bis hin zu seelischer Heilung, innerem Wachstum, tiefen Herzenssehnsüchten und dem Wunsch nach Wahrhaftigkeit und Befreiung.


Jeder teilte das, was ihn gerade beschäftigte – und wurde auch genau darin von Daniel bestärkt, abgeholt und begleitet. Keine Frage schien falsch, kein Anliegen unwichtig.




Eigentlich nur Teilwahrheiten


So beschrieb eine andere Schülerin ihre Erkenntnis in der Meditation.



Schülerin:Ich habe gemerkt, dass ich mit manchen meiner Sichtweisen Stress bekomme. Dass ich sie aber auch loslassen kann.

 

Wenn ich alles sein lasse und als Schwingung erlebe, ist alles eine Einheit – dann gibt es nichts mehr, was begrenzt. Nur noch mein Denken kann begrenzen und verändert das Erleben.

 

Mir ist bewusst geworden: Wenn ich Erinnerungen aufgreife und darüber nachdenke – und mir dadurch wieder etwas reinhole –, dann erinnere ich mich ja bloß an einen bestimmten Bruchteil des Geschehens und baue es mir aus dem, was interessant für mich war, zusammen. Wie bei einem Pressebericht. Aber das kann ja nie dem entsprechen, wie es wirklich war.

 

Was ist das dann eigentlich für ein Blödsinn – eine Erinnerung, wie ein Pressebericht, der eigentlich nur Teilwahrheiten enthält?“




Aus der Antwort von Daniel möchte ich hier nur ein kurzes Zitat wiedergeben, das bei mir sogleich die Tür in ein anderes Erleben öffnet. 



Daniel: „Ich kann dir nicht sagen, wie die Dinge sind, aber ich kann dir mitteilen, was ich erlebe.


Und wenn das, was ich erlebe, dem entspricht, was jetzt ist, fühle ich mich mit dem Leben verbunden … eins mit dem Leben.


Der Geist ist inaktiv, keine Bewusstseinsinhalte … keine Identifikation.


So bin ich dem Gewahrsein am nächsten – will überhaupt nichts wissen und habe natürlichen Zugang zu meiner seelischen Weisheit.“




Alles & Nichts



Daniel Hertlein unterrichtet während eines Workshops, auf einem Stuhl sitzend, im Hintergrund ein Bild einer Buddha-Darstellung. Das Foto erstrahlt in einem besonderen Licht, ein weites Farbspektrum, wie ein Regenbogen, ist in der rechten Bildhälfte zu sehen.



Mit folgenden Worten teilte eine weitere Schülerin ihr Erleben.



„Am Samstag kam ich frisch dazu, als du noch draußen warst. Da hab’ ich mich einfach hingesetzt und nur gespürt, was da ist. Das war so „einfach“ und das Tiefste zugleich. Denn je näher du der Tür kamst, desto stärker wurde das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit, Vertrauen – wie im Mutterleib.

 

Nach Tagen, Wochen im „Überlebensmodus“ hat mir das viel mehr bedeutet, als ich es in Worte fassen kann. Es kam der Satz: „Jetzt bin ich zuhause.“ Innerlich musste ich über mich lachen, da ich mich in all den Jahren bei dir wie E.T. auf der Erde fühle … ich WILL nach Hause telefonieren. ;)

 

Wenn du dann den Raum betrittst mit den lichtbringenden Energien, die dich begleiten, ist das einerseits tief vertraut und zum anderen wie ein Versprechen von etwas viel Größerem. Ich nehme das tatsächlich wie ein unendliches Spektrum von Licht wahr, das die Erde flutet – unfassbar weit.

 

Es gibt all die Farben, eine Vielfalt von spezifischen Lichtern und Energien.

Je nachdem, welche Themen im Satsang von den TeilnehmerInnen angesprochen werden, wird für mich spürbar, welche Energien von deren Worten, Erfahrungen und dem Erleben ausgehen. Und es sind deine Antworten darauf, die wiederum verschiedene Ebenen in mir selbst berühren. Dadurch finde ich mein eigenes Leben in diesem farbenfrohen Spiel des Lichts und in den Schattierungen.

 

Gleichzeitig gibt es inmitten der zahlreichen Facetten durch die Verbindung zu dir eine erfahrbare Konstante. Da ist ein verwurzeltes Gehaltensein, da ist Erde, Stabilität, Wärme, Vertrauen – und durch die Basis dieser aufrechten Säule im Inneren kann sich aus dem Herzen heraus eine weite Ebene von Licht, Weite, Leichtigkeit, Freiheit, Himmel entfalten.

 

Wenn ich mich dieser Verbindung hingeben kann, löst sich jede Begrenzung oder Einordnung auf. Dann ist Erde nicht „träge“ und Himmel nicht „abgehoben“. Ich fühle, dass die Weite des Himmels die Erde enthält. 

 

Denn wenn ich dem lausche, was du sagst, der Geist still ist, alle inneren Antennen auf Empfang sind, der Körper sich völlig entspannt und mein ganzes Sein bereit ist – dann BIN auch ich weiter Raum, in dem alles möglich ist, in dem alles da ist.

 

Da sind keine Farben mehr, kein Lichtspiel, keine Polaritäten, keine Nuancen oder Facetten, nicht einmal Möglichkeiten, nur reines Licht. Es gibt kein Ich, kein Du, keine Erde, keinen Himmel.

 

Sobald ich mich darin suche, gibt es eine Wahrnehmung – von Reinheit, Glückseligkeit und Auflösung. Es gibt eine Erde, die mich trägt. Und ein stabiles Band, das mich hält.

 

Dann wieder unendlicher Raum und Licht.

Es gibt alles und nichts.

Und das bist du für mich.“




Ich freue mich, wenn ich durch diesen Artikel einen kleinen Einblick gebe, was es bedeuten kann, das Geschenk einer Lehrer-Schüler-Beziehung erleben zu dürfen.


Durch die gemeinsamen Jahre mit Daniel verstehe ich mehr und mehr, dass das Wesentliche (auch in dieser besonderen Verbindung) nur momenthaft, unmittelbar erlebbar und nie wirklich genau vorhersehbar ist. Dass es, von „außen“ kaum nachvollziehbar, trotz aller Vertrautheit immer wieder neu und immer wieder absolut einzigartig ist.





„Nur im reinen Bewusstsein sind wir eins.

Nicht in der Idee …

nicht in den Bewusstseinsinhalten …“


(Daniel Hertlein)




Italien-Intensiv-Retreat
15. März 2026 um 15:00 – 20. März 2026 um 11:30Rifugio Vita Luminosa
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